Referenzen

Probst Eva
Bilanzbuchhalterin
"Überspannungsschaden 20.07.17 Die wirklich schnelle Bearbeitung hat beindruckt. Schaden: 20.07. Meldung an Fischerversichert per SMS am gleichen Tag - Handwerker hat auch noch am gleichen Tag die Friz-Box ersetzt und bereits am 24.07.17 wurde uns Schadenübernahme schriftlich angezeigt. Schneller geht einfach nicht mehr!"
 

Versicherungen steuerlich absetzen

Die jährliche Steuererklärung stellt für die meisten von uns ein eher lästiges Unterfangen dar. Dennoch ist sie nötig, will man kein Geld verschenken. Wer sich selbst beim Ausfüllen der Formulare unsicher ist, dem empfehlen wir, einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein zu konsultieren. Verschenken Sie kein Geld!

Wir möchten Ihnen ganz allgemein zeigen, welche Beiträge prinzipiell abgesetzt werden können. Die individuellen Auswirkungen für Sie persönlich können wir hier nicht berücksichtigen. Diese Information dient nur der allgemeinen Information und ersetzt keinesfalls eine Beratung durch einen Steuerberater.

Ein genereller Hinweis zur Nachweiserbringung

Natürlich müssen Sie dem Finanzamt gegenüber einen Nachweis über die Höhe der Versicherungsbeiträge erbringen. Dies kann durch Vorlegen der Rechnung erfolgen. Haben Sie für Ihre Verträge aber Lastschrifteinzug vereinbarte, erhalten Sie von keinem Versicherer automatisch eine neue Beitragsrechnung, wenn sich nichts an den Beiträgen geändert hat. Für das Finanzamt reicht es daher absolut aus, bei erstmaligem Abbuchen die Police zu den Steuer-Unterlagen zu nehmen - in den Folgejahren dann der Nachweis der Abbuchung über den Kontoauszug akzeptiert.

Die "klassischen" Vorsorgeaufwendungen und Werbungskosten

Versicherungsbeiträge fallen grundsätzlich unter die „klassischen“ Vorsorgeaufwendungen. Hier werden allerdings nicht alle Versicherungssparten berücksichtigt. Berücksichtigung finden die Beiträge zu:

Vorsorgeaufwendungen:

  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Risikolebensversicherungen und Sterbegelder
  • Rentenversicherungen mit/ohne Kapitalwahlrecht mit Beginn vor dem 1. Januar 2005
  • Unfallversicherungen (ggf. 50 % Werbekosten, wenn auch Deckung für berufliche Unfälle geboten ist)
  • Kapitallebensversicherungen mit mind. zwölf Jahren Laufzeit und Beginn vor dem 1. Januar 2005
  • Erwerbsunfähigkeitsversicherung
  •  Haftpflichtversicherungen, z. B.:
  • Privathaftpflichtversicherung
  • Diensthaftpflichtversicherung
  • Tierhalterhaftpflichtversicherung
  • Bauherrenhaftpflichtversicherung
  • KFZ-Haftpflichtversicherung

  • Krankenzusatzversicherung, z. B.:
  • stationär
  • ambulant
  • Krankenhaustagegeld
  • Krankentagegeld
  • Pflegezusatzversicherung

Werbungskosten:

  • Berufsrechtsschutzversicherung (auch entspr. Anteil an umfangreicheren Deckungen)

 

Zur Geltendmachung im Rahmen Ihrer Steuererklärung nutzen Sie bitte die Anlage Vorsorgeaufwand. Den Nachweis über die Beitragshöhen können Sie auf verschiedene Arten erbringen:

  • Beitragsrechnungen
  • Kontoauszüge
  • beim Versicherer angeforderte Bescheinigung, etc.

Beachten Sie bitte, dass es hier Obergrenzen gibt: 1.900 Euro für Arbeitnehmer, 2.800 Euro für Selbstständige

Seit 2010 gehen auch Kranken- und Pflegekassenbeiträge (gesetzlich und privat), sowie Beiträge zur Arbeitslosenversicherung voll in die Steuererklärung von Arbeitnehmern ein, da der Gesetzgeber die Risikovorsorge der Bürger durch das sogenannte „Bürgerentlastungsgesetz“ unterstützt. Selbstständige bzw. privat Krankenversicherte können den Teil in Ansatz bringen, der die sogenannte Basisversorgung bildet. Der exakte Beitrag wird jährlich vom Versicherer mitgeteilt.

 

Bild: Versicherungen steuerlich absetzen - Vorsorgeaufwendungen

Die Vorsorgeaufwendungen zur Altersvorsorge (Basisrente)


Die Bedrohung durch Altersarmut hat auch der Staat erkannt - und ist offensichtlich darüber besorgt, ob die gesetzliche Rente zum Leben ausreichen wird.

Ganze 22.172 Euro können Ledige (Verheiratete 44.344 Euro) als jährliche Sonderausgaben absetzen. Die Summe wird erst ab dem Jahr 2025 zu 100 % berücksichtigt, davor steigt der Wertungssatz von Jahr zu Jahr um 2 % (z. B. 80 % in 2015 oder 90 % in 2020).

Hier können Sie sich den mit Abstand größten Steuervorteil sichern. In diesen Betrag fließen verschiedene Bereiche der Altersvorsorge hinein:

  • Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung
  • Beiträge zur landwirtschaftlichen Alterskasse
  • Beiträge zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen
  • Beiträge zu einer zertifizierten Basisrentenversicherung bzw. „Rürup-Rente“

Bei Beamten und beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern wird dieser Maximalbetrag um den fiktiven Gesamtbeitrag zur allgemeinen Rentenversicherung gekürzt. Um Beamte und Gesellschafter-Geschäftsführer mit versicherungspflichtigen Bürgern gleichzustellen, wird von den maximal abzusetzenden Sonderausgaben ein fiktiver Beitrag zur Rentenversicherung (19,9 % des Gehaltes) in Abzug gebracht.

Zur Geltendmachung im Rahmen Ihrer Steuererklärung nutzen Sie ebenfalls die Anlage Vorsorgeaufwand. Den Nachweis über die Beitragshöhen können Sie auf verschiedene Arten erbringen: Beitragsrechnungen, Kontoauszüge, beimVersicherer angeforderte Bescheinigung, etc.


Bei den Beiträgen zur Basisrente wurde der Nachweis erleichtert. Die Versicherer übermitteln die Beiträge zur Basisrente inzwischen elektronisch an Ihr zuständiges Finanzamt. Hierfür muss dem Versicherer allerdings Ihre schriftliche Zustimmung und Ihre Steueridentifikationsnummer vorliegen.

 

Bild: Versicherungen steuerlich absetze - Altersvorsorge

Mehr Vorsorgeaufwendungen zur Altersvorsorge („Riester-Rente“)

Die zweite Form der Altersvorsorge, die über Ihre jährliche Steuererklärung seitens des Staats gefördert wird, ist die „Riester-Rente“. Hier findet die Förderung primär über die Zulagen statt - je nach persönlicher Situation (Einkommen, Beitrag, etc.) kann sich aber auch noch eine über die Förderung hinaus gehende Steuerersparnis ergeben. Die Förderung fließt direkt in Ihren Vorsorgevertrag, die Steuerersparnis auf Ihr Bankkonto.


Pro direkt förderberechtigtem Sparer können hier Beiträge von bis zu 2.100 Euro (inkl. Ihrer Förderung) pro Jahr geltend gemacht werden. Bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren kommt es bei dieser Regelung gelegentlich zu Missverständnissen.

Befinden sich beide Ehepartner in einem Arbeitnehmerverhältnis (Voll- oder Teilzeit), so sind sie beide direkt förderberechtigt. Zusammen können beide also 4.200 Euro (inkl. Förderung) an Riester-Beiträgen absetzen. Ist einer der Ehepartner nur indirekt über den anderen förderberechtigt (z. B. ein Arbeitnehmer, ein Selbstständiger), so erhalten beide zusammen nur die 2.100 Euro des direkt förderfähigen Partners.


Zur Geltendmachung im Rahmen Ihrer Steuererklärung nutzen Sie bitte die Anlage AV. Den Nachweis über die Beitragshöhen können Sie auf verschiedene Arten erbringen: Beitragsrechnungen, Kontoauszüge, beim Versicherer angeforderte Bescheinigung, etc. Auch bei den Beiträgen zur „Riester-Rente“ wurde der Nachweis erleichtert. Auch hier muss dem Versicherer zur elektronischen Übermittlung Ihre schriftliche Zustimmung und Ihre Steueridentifikationsnummer vorliegen.

 

Bild: Versicherungen steuerlich absetzen - Riestervertraege

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